Prognose Schweizerische Bankiervereinigung – März 2024/Auszug.
Zuversichtlicher Ausblick trotz zögerlichen Konjunkturimpulsen
Die Schweizerische Bankiervereinigung hat ihre Branchenprognose aktualisiert. Die Konjunkturentwicklung in der Schweiz dürfte gemäss den Expertinnen und Experten relativ verhalten ausfallen und keine grossen Impulse für die Finanzmärkte senden. Dennoch blicken die Befragten zuversichtlich auf die weitere Geschäftsentwicklung der Schweizer Banken. Bezüglich der verwalteten Auslandsvermögen sind die Erwartungen hingegen nüchtern.
Experten prognostizieren weiterhin soliden Geschäftserfolg der Banken
Trotz Zusammenbruch und Übernahme der Credit Suisse und den damit verbundenen Schlagzeilen, Befürchtungen und Forderungen hat sich der Finanzpatz Schweiz im vergangenen Jahr als sehr solide erwiesen. Zahlreiche Schweizer Finanzinstitute legten für das Geschäftsjahr 2023 Rekordergebnisse vor, hauptsächlich getrieben von einem äusserst erfolgreichen Zinsgeschäft. Das gilt in besonderem Masse für die inlandorientierten Banken, die 2023 aussergewöhnlich hohe Geschäftserfolge erzielen konnten. Davon profitierten neben den Beschäftigten auch die Schweizer Wirtschaft und die öffentliche Hand, bei den Kantonalbanken in Staatsbesitz sogar in besonderem Ausmass in Form hoher Ausschüttungen.
Für das laufende und das kommende Jahr erwarten die von der SBVg befragten Expertinnen und Experten eine ähnlich positive Entwicklung. Dabei dürfte sich der Geschäftserfolg gegenüber dem Vorjahr in den einzelnen Geschäftsbereichen unterschiedlich entwickeln.
Gehemmtes Wachstum der Auslandvermögen
Weniger positiv fällt die Prognose bezüglich der Entwicklung der verwalteten Vermögen aus dem Ausland aus. Insgesamt erwarten die Umfrageteilnehmer lediglich ein moderates Wachstum der verwalteten Vermögen aus dem Ausland. Dieser Geschäftsbereich ist als bedeutender Exportsektor für den Schweizer Finanzplatz zentral und trägt überproportional zur Wertschöpfung des Bankenplatzes in der Schweiz bei.